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BKL-Workshop Archiv
Workshop Klinische Linguistik 2005
in Bad Aibling


Programm

 

Donnerstag, 5. Mai
15.00 Treffen der Postgraduierten-Kommission
und LIP-Prüfungen
15.00 Vorstandssitzung
18.30 Supervisorentreffen
ab 19.00 Begrüßungsabend in der Neurologischen Klinik Bad Aibling
Freitag, 6. Mai
8.30 Begrüßung (Prof. Dr. E. Koenig, Chefarzt der Neurologischen Klinik Bad Aibling)
APHASIE
8.40 – 9.00 Walter Huber, Marion Grande, Luise Springer (Aachen):
Protosprache bei chronischem Agrammatismus
9.00 – 9.20 Angelika Bauer (Elzach):
Partizipation in aphasischen Alltagsgesprächen
9.20 – 9.40 Georg Greitemann (Konstanz):
Effektivität der Aphasietherapie
9.40 – 9.50 Diskussion
9.50 – 10.10 PAUSE
10.10 – 10.30 Ernst de Langen (Bad Griessbach, Potsdam):
Messen Sprachtests auch Kommunikation?
10.30 – 10.50 Marion Wittler (Bielefeld):
Akut-aphasische Spontansprache: ein Diagnostikinstrument?
10.50 – 11.10 Petra Klocke (Bielefeld):
Spontansprache bei Restaphasie

11.10 – 11.20 Diskussion

11.20 – 11.35 PAUSE
SPRECHMOTORIK
11.35 – 12.05 Wolfram Ziegler (München):
Zum Problem der Unterscheidbarkeit phonologischer und sprechapraktischer Störungen
12.05 –12.25 Matthias Vogel, Heinz Sauermann, Renate Kuny, Wolfram Ziegler (München):
Die prothetische Behandlung velopharyngealer Insuffizienz bei Dysarthrien und nach oropharyngealen Tumorresektionen: Indikation, Vorgehensweise, Wirksamkeitsnachweis
12.25 – 12.45 Berthold Gröne, Volker Hömberg (Meerbusch): Evidenzbasiertes Vorgehen als Herausforderung für die Dysarthriebehandlung
12.45 – 12.55 Diskussion
13.00 – 13.45 MITTAGSPAUSE
ab 13.45 Posterausstellung
SPRACHSTÖRUNG BEI DEMENZ
14.15 – 14.35 Adrian Danek (München):
Frontotemporale Lobäratrophien („Pick-Komplex") - eine Einführung
14.35 – 14.55 Christina Knels (München):
Linguistische Befunde bei neurodegenerativen Demenzen
14.55 – 15.15 Thomas Göhringer (München): Neuropsychologische Störungen bei Erkrankungen aus dem Pick-Komplex
15.15 – 15.25 Diskussion
15.25 – 15.45 PAUSE
AKALKULIE/ LEGASTHENIE
15.45 – 16.05 Ingo Keller (Bad Aibling):
Die Beurteilung aphasisch und nichtaphasisch bedingter Rechenstörungen mit dem Aiblinger Akalkulie Screening (AAS)
16.05 – 16.25 Dolores Claros Salinas (Konstanz): Therapie von Zahlenverarbeitung und Rechnen
16.25 – 16.45 Klaus-Jürgen Schlenck (Enzensberg): Entwicklungsdyslexie und –dysgraphie bei Schulkindern: diagnostische und therapeutische Daten
16.45 – 17.00 Diskussion
17.15-20.15 Mitgliederversammlung
ab 20.30 gemeinsames Abendessen im Romantik Hotel Lindner, Marienplatz 5,
Bad Aibling
Samstag, 7. Mai
9.00 – 10.30 Seminare

(1) Kognitive Modellierung und Diagnostik von erworbenen Schreibstörungen
(Tobias Bormann, Erfurt)
Im Mittelpunkt dieses Seminars stehen neuere Entwicklungen der kognitiven Modelle des Schreibens, die über die bekannten zwei oder drei Routen hinausgehen und eher eine kaskadierende oder interaktive Verarbeitung nahelegen. Anhand von Patientenbeispielen (gern auch aus der eigenen Praxis!) sollen die wichtigsten theoretischen Neuerungen erarbeitet werden; außerdem sollten nach dem Seminar die wichtigsten Variablen bekannt sein, die das Schreiben einzelner Patienten beeinflussen können und die bei der detaillierten Diagnose einer Schreibstörung berücksichtigt werden sollten.

(2) Textanalyse bei nicht-aphasischen Sprachstörungen
(Evelyn Ferstl, Fank Regenbrecht, Leipzig)
In dem Workshop werden an Videobeispielen von Patienten mit nicht-aphasischen Sprachstörungen gemeinsam Textanalysen durchgeführt. Unberücksichtigt bleiben dabei Methoden der Gesprächsanalyse. Im Mittelpunkt stehen erwartbare Störungsprofile dieser Patientengruppe bei der Textproduktion (z.B. Bilderbeschreibungen und prozedurale Texte) und Methoden der Propositionsanalyse. Anhand evaluierten Materials werden Beschreibungsebenen wie Kohärenz, Kohäsion und Makrostruktur thematisiert. Der Workshop soll ebenfalls dem kritischen Erfahrungsaustausch dienen.

(3) Spontansprachanalyse
(Petra Klocke, Marion Wittler, Bielefeld)
Im Seminar „Spontansprachanalyse“ sollen sowohl Äußerungen von Normsprechern als auch pathologische Sprache untersucht werden. Hinsichtlich der pathologischen Sprache sind insbesondere die Aphasien von Interesse, wobei jedes Syndrom anhand von Audiobeispielen getrennt betrachtet und (in Auszügen) analysiert wird. Neben den Aphasiesyndromen werden auch pathologische Anteile der Spontansprache anderer neurologischer Erkrankungen (z. B. SHT, Demenz, Frontalhirnläsionen) in Ansätzen dargestellt. Außerdem werden verschiedene Analysesysteme sowie aktuelle Forschungsergebnisse aus dem Bereich der Spontansprachanalyse vorgestellt und diskutiert.

(4) PC-Schriftsprachetraining mit USB-stick
(Mike Roth, Allensbach)
Gezeigt wird ein Programm „Serie“ (Windows), ein Autorensystem für (Schrift)Sprachtraining. Eingegeben werden Texte (Serien von Zeichen). Das Programm erstellt aktive Felder, auf die Elemente des Zieltextes verteilt werden. Aufgabe: die Teile in richtiger Reihenfolge „zusammenklicken“. Im Seminar sollen Erfahrungen ausgetauscht und User-Wünsche diskutiert werden.

(5) Aphasie im familiären Gespräch: Alltagsverfahren des Aphasiemanagement
(Angelika Bauer, Elzach)
Anhand von Fallbeispielen zur Entwicklung der familiären Kommunikation im Laufe des ersten Jahres nach Eintritt der Aphasie, sollen grundlegende Charakteristika des Adaptationsprozesses sowie die Ressourcen, auf die die Beteiligten (Aphasiker und sprachgesunde Familienmitglieder) dabei zugreifen, vorgestellt und diskutiert werden.

(6) Diagnostik und Therapie von Sprachverständnisstörungen bei Kindern
(Werner Gebhard, München, Claudia Zenger, Bad Aibling)
In unserem Workshop wollen wir den Stellenwert (Häufigkeit, Prognose) des immer noch diffusen Störungsbildes darstellen. Unter möglichst starker Mitwirkung der Teilnehmer/innen sollen dann diagnostische und therapeutische Ideen gesammelt und diskutiert werden.

(7) Einführung in LeMo: Grundlagen und praktische Anwendung
(Ingrid Aichert, München, Steffanie Kiermeier, Bad Aibling)
Es wird das modellorientierte Diagnostikverfahren LeMo (De Bleser et al., 2004) vorgestellt. Neben theoretischen Hintergründen, dem Testaufbau und Durchführungsprinzipien soll die praktische Anwendbarkeit anhand von Fallbeispielen diskutiert werden.

(8) Laryngoskopische Diagnostik neurogener Dysphagien
(Rebecca Oldenburg, Ute Schröder, Bad Aibling)
In diesem praxisorientierten Workshop für Endoskopie - Einsteiger werden Beobachtungkriterien zur flexiblen, transnasalen laryngoskopischen Diagnostik (FEES) vorgestellt. Anhand von Videobeispielen wird die Befunderhebung bei neurologisch bedingten Dysphagien geübt sowie beispielhaft Therapieansätze abgeleitet. Grundlagen in den Bereichen klinische Diagnostik und Therapie von Dysphagien werden vorausgesetzt.

10.30 – 11.00 Pause
DYSPHAGIE
11.00 – 11.20 Antje-Maria Möttig (Bielefeld): Oberflächen-Elektromyographie in der Dyspha-giediagnostik
11.20 – 11.40 Christian Ledl (Bad Aibling):
Vergleich verschiedener Therapieansätze in der Dysphagiebehandlung
11.40 – 11.50 Diskussion
FREIE THEMEN
11.50 – 12.10 Frank Regenbrecht, Evelyn Ferstl (Leipzig), Wiebke Grauel (Kiel), Katrin Rost (Bad Kissingen), Franziska Pöss (München): Prozedurale Texte als klinisches Instrument: Eine Evaluation der Textproduktion hirngesunder Probanden
12.10 – 12.30 Carla Berghoff, Horst M. Müller, Sabine Weiss (Bielefeld): Die Rolle der rechten und linken Hemisphäre bei der Verarbeitung figurativer Sprache
12.30 Diskussion
12.45 Ende der Tagung